Spielbericht H2 HSG Owen-Lenningen 2 – TSV Denkendorf 2
HSG kämpft sich zurück – wird aber nicht belohnt
TSV Denkendorf 2 – HSG Owen-Lenningen 2 28:23 (15:12)
Die HSG Owen-Lenningen 2 hat sich beim TSV Denkendorf 2 trotz großer Moral und mehrerer starker Aufholjagden nicht mit Punkten belohnen können. Nach einem verschlafenen Start und einem frühen 0:4-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft eindrucksvoll in die Begegnung zurück, musste sich am Ende aber mit 23:28 geschlagen geben. Die Partie zeigte dennoch, dass die HSG auch in schwierigen Momenten Widerstandskraft besitzt.
Der Beginn war aus HSG-Sicht denkbar ungünstig. Denkendorf nutzte seine ersten Möglichkeiten konsequent und zog schnell auf 4:0 davon. Erst nach einer frühen Auszeit gelang es der HSG, mehr Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Hannes Algayer setzte mit seinem Treffer zum 1:4 das erste Ausrufezeichen. Von da an entwickelte sich ein deutlich ausgeglicheneres Spiel.
Mikka Lubkowitz, Florian Gökeler und erneut Algayer brachten die HSG Schritt für Schritt heran. Nach dem zwischenzeitlichen 5:1 für die Gastgeber verkürzte Owen-Lenningen auf 5:3 und blieb auch danach in Schlagdistanz. Besonders kämpferisch zeigte sich die Mannschaft in der Mitte der ersten Halbzeit: Trotz mehrerer Rückstände ließ sie sich nicht abschütteln. Beim 9:9 durch Algayer in der 23. Minute war der Fehlstart endgültig aufgearbeitet.
Denkendorf setzt sich vor der Pause ab
In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es Denkendorf jedoch, wieder etwas mehr Kontrolle zu gewinnen. Die HSG blieb zwar durch Sascha Gökeler und Kai Bönisch im Spiel, doch die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten effizienter und gingen mit einer 15:12-Führung in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG die richtige Reaktion. Fynn Lubkowitz erzielte den ersten Treffer der zweiten Hälfte, bevor Hannes Algayer und erneut Fynn Lubkowitz den Rückstand wieder verkürzten. Beim 17:15 war die Begegnung wieder völlig offen.
Die HSG blieb dran und setzte Denkendorf immer wieder unter Druck. Kai Bönisch übernahm dabei Verantwortung und war besonders vom Siebenmeterpunkt eine sichere Bank: Alle fünf Strafwürfe verwandelte er. Beim 21:20 war die HSG Mitte der zweiten Halbzeit bis auf einen Treffer herangekommen – die große Chance, das Spiel endgültig zu drehen, war greifbar.
Gute Moral, aber kein Ertrag
In der entscheidenden Phase fehlte der HSG dann jedoch die letzte Konsequenz, um aus dem knappen Spielausgang etwas Zählbares mitzunehmen. Denkendorf nutzte seine Möglichkeiten und zog nach dem 21:20 wieder auf 24:21 davon. Zwar gelang Fynn Lubkowitz noch der Anschluss zum 21:23, und Kai Bönisch verkürzte später per Siebenmeter auf 22:25 sowie 23:27, doch die Gastgeber ließen sich nicht mehr aus der Ruhe bringen.
So stand am Ende eine 23:28-Niederlage, die aus HSG-Sicht ärgerlich bleibt. Die Mannschaft hatte nach dem schwierigen Start mehrfach Charakter bewiesen, sich zurück in die Partie gekämpft und den Gegner bis in die Schlussphase gefordert. Entscheidend war letztlich, dass Denkendorf in den entscheidenden Momenten konsequenter agierte.
Die besten HSG-Torschützen waren Kai Bönisch mit acht Treffern, darunter fünf sicher verwandelte Siebenmeter, sowie Hannes Algayer mit fünf Toren. Mikka Lubkowitz steuerte vier Treffer bei, Fynn Lubkowitz drei. Auf dieser kämpferischen Leistung lässt sich aufbauen – künftig wird es darauf ankommen, die starken Phasen noch konsequenter in Punkte umzuwandeln.
